News


06.06.17

AJZ - Vollversammlung

Am Di. 20.6.2017 20:30 findet eine VV statt. Es sind folgende Themen traktandiert: Coupole... [mehr]

15.02.17

AJZ - Vollversammlung

Am Di. 7.3.2017 20:30 findet eine VV statt. Es sind folgende Themen traktandiert: Umsetzung... [mehr]

04.12.16

AJZ - Vollversammlung

Am Di. 13.12.2017 20:30 findet eine VV statt. Es sind folgende Themen traktandiert: TG... [mehr]
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Allgemein

Das Autonome Jugendzentrum Biel birgt Strukturen, die heute nicht mehr geläufig sind. Aus diesem Grund werden im Folgenden die Organisationsstruktur des AJZ erklärt. Generell ist das Jugendzentrum basisdemokatisch. Basisdemokratie bedeutet, dass in einer Gemeinschaft jedes Mitglied die gleichen Mitspracherechte für besitzt. Diese Rechte gelten für alle Entscheidungen. Zudem hat das AJZ keine RepräsentantInnen – die ist ein weiteres Element der Basisdemokratie. Basisdemokratische Entscheidungen werden mit dem Konsensverfahren getroffen. Das heisst, dass man ein Thema/Problem diskutiert und dann eine gemeinsame Lösung finden, mit welcher alle einverstanden sind. Praktisch sieht diese gelebte Basisdemokratie so aus, dass alle Interessierten jederzeit den AJZ-Sitzungen beiwohnen und mitentscheiden können. Dies hat im Laufe der Jahre dazu geführt, dass den Komitees, die das AJZ führen, verschiedenste Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen und -formen angehören. Mehrere Generationen, Nationalitäten, Religionen, politische Einstellungen tragen das AJZ gemeinsam als Ganzes.

Wie es der Begriff bereits sagt, ist das AJZ autonom: Autonomie ist die Vorbedingung für eine Selbstbefreiung – sei es politischer oder gesellschaftlicher Art. Weiter verwaltet sich das AJZ selbst. Autonomie und Selbstverwaltung bedingen einander. Ziel ist die absolute Unabhängigkeit. Primär geht es um die Selbstbestimmung des Individuums – jeder Mensch soll frei sein und völlig unabhängig über sein Leben bestimmen können. Damit dies überhaupt möglich ist, braucht es die Basisdemokratie, in welcher es keine vertikale Hierarchien gibt. Basis aller Strukturen des AJZ ist das Manifest. Es umfasst 23 Punkte, in denen die Funktionsweise und die Ziele des AJZ definiert sind. Das Manifest ist in den ersten Jahren des AJZ entstanden und wurde immer wieder aktualisiert.

Das AJZ Biel besteht aus mehreren Tätigkeitsgruppen (TG) und Arbeitsgruppen (AG). Diese Gruppen sind autonom und selbstverwaltet – sie haben aber gemeinsame Entscheidungsebenen, die BenutzerInnenversammlung (BV) und die Vollversammlung (VV). Die BV findet wöchentlich – jeden Dienstag ca. um 20 Uhr – statt, währenddem die VV einberufen werden muss. An der BV werden aktuelle Themen diskutiert und auch Entscheidungen getroffen. Wenn die Probleme komplizierterer Natur sind und beispielsweise grössere finanzielle Investitionen thematisiert werden, braucht es die VV um einen Entscheid fällen zu können. Tätigkeitsgruppen sind dem AJZ angeschlossen, sind jedoch unabhängig. Sie werden von der Stadt Biel subventioniert. TGs müssen der BV jährlich einen Tätigkeitsbericht vorlegen. Bekannte AJZ-Tätigkeitsgruppen sind beispielsweise das Sleep-In oder die Gassenküche. Arbeitsgruppen hingegen sind nur von kurzer Dauer und werden für eine ganz bestimmte Aufgabe ins Leben gerufen. So wurde die AG Buch gegründet, die sich mit dem Verfassen eines AJZ-Buchs befasst. Getragen wird das Bieler Jugendzentrum also primär von den AGs, welche die notwendigen Aufgaben rund ums AJZ erledigen. Die Tätigkeitsgruppen stellen eine Erweiterung des AJZ-Netz dar, sind jedoch nicht derart unmittelbar mit dem AJZ verbunden, wie es die AGs sind. Dank den erhaltenen Strukturen bleibt das AJZ ein Wahrzeichen des in letzter Zeit schwer strapazierten Bieler Geist der Toleranz und Offenheit.