Esplanade 1. Etappe Botschaft an die Stimmbürger

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Esplanade 1. Etappe Botschaft an die Stimmbürger

Beitragvon mani » Fr Nov 26, 2010 1:37 pm

Botschaft
des Stadtrates
an die Stimmberechtigten
der Einwohnergemeinde Biel
betreffend
"Esplanade – 1. Etappe"
A Altlastentsorgung Gaswerkareal
B Landverkauf an Alpine Finanz
Immobilien AG
C Oberflächengestaltung Esplanade
Stadt Biel


Das Wichtigste in Kürze
Die Neugestaltung des ehemaligen
Gaswerkareals bietet eine einmalige
städtebauliche Chance. Unter dem Begriff
"Esplanade" soll in den kommenden Jahren
das Gebiet im Umfeld von Kongresshaus
und Neumarktstrasse neu gestaltet und
städtebaulich zu einem neuen
innerstädtischen Quartier entwickelt
werden.
An die rege Entwicklungs- und Bautätigkeit
des Gaswerkareals soll in zwei Etappen
angeknüpft werden. In einer ersten Etappe
hat der Stadtrat von Biel in seiner
Kompetenz am ….… der stadteigenen
Parking Biel AG den Auftrag erteilt, ein
öffentliches Parkhaus mit zirka 500 Plätzen
zu erstellen. Gleichzeitig hat er ihr die
benötigten Darlehen von CHF 8 Mio. aus
der Sonderrechnung öffentliche
Parkierungsanlagen gewährt. Dies ist die
Voraussetzung, dass eine neue
Aussenraumgestaltung auf dem jetzigen
Kongresshausparkplatz von der
Zentralstrasse bis zur Neumarktstrasse
erstellt werden kann. Für dieses Projekt
"Gestaltung Esplanade" soll ein
Verpflichtungskredit von CHF 15,2 Mio.
erteilt werden.
Das ehemalige Gaswerkareal muss von den
Altlasten gesäubert und saniert werden. Für
diese Altlastsanierung wird ein
Verpflichtungskredit von CHF 8 Mio.
beantragt. Durch den ebenfalls
unterbreiteten Verkauf des Grundstückes
auf der Nordseite des Gaswerkareals
zwischen der Zentralstrasse und der
Gartenstrasse für CHF 9 Mio. soll diese
Altlastsanierung finanziert werden. Die
Käuferin ist die Alpine Finanz Immobilien
AG, welche Eigentümerin des an dieses
Grundstück angrenzende Shopping Central
ist und beabsichtigt, das Grundstück zu
einem späteren Zeitpunkt zu überbauen.
In einer zweiten Etappe wird zu entschieden
sein, ob auf der "Esplanade" auch ein
zentrales Verwaltungsgebäude erstellt
werden soll.
I. Die Esplanade
1. Ausgangslage
Die am 22. August 2008 in Kraft getretene
Revision der Teilzonen- und
Überbauungsordnung Gaswerk-Areal legt
neue Nutzungen für dieses fest und bildet
somit die Grundlage für eine kohärente
Planung dieses Gebietes.


Die ausgewählte Grundstücksfläche (2) an
der Silbergasse wurde dabei in der
Teilzonen- und Überbauungsordnung für die
Nutzung eines öffentlichen Verwaltungsgebäudes
ausgewiesen.
Die bereits umgesetzte Überbauung
Schüsspark mit dem neuen städtischen
Alters- und Pflegeheim (4) sowie die
Überbauung des ehemaligen Sabagareals
(5) sind vorwiegend Wohnungsbauten. Die
neue Dreifachturnhalle (3) ist ebenfalls
realisiert.
Auf der Nordseite (6) zwischen
Zentralstrasse und Gartenstrasse will die
Alpine Finanz Immobilien AG das
bestehende Shopping Central erweitern.
Auf der Nordseite zwischen Gartenstrasse
und Neumarktstrasse bestehen ebenfalls
Entwicklungsprojekte. Geplant ist ein
unterirdisches Parking (7; siehe Kap. II. 1.
Parking).
Die rege Bautätigkeit und die grossen
Veränderungen in diesem Gebiet drängen
für die neuen Überbauungen und ihre
Nutzer und Nutzerinnen eine attraktive
Neugestaltung des öffentlichen Raumes (1)
auf. Ein entsprechender Wettbewerb wurde
durchgeführt. Autor des attraktiven
Siegerprojektes sind die in Fachkreisen
bekannten Landschaftsarchitekten
Raderschall aus Zürich.
2. Strategische Bedeutung
Die Gestaltung eines neuen Quartiers rund
ums Kongresshaus ist ein Vorhaben von
strategischer Bedeutung für die Stadt Biel.
Es ist auch Bestandteil der Schwerpunkte
2009 - 2012 der gemeinderätlichen Politik.
Indessen muss auch ein langfristig
angelegtes Vorhaben finanziell abgesichert
sein, weshalb der Gemeinderat stets auch
bemüht ist, die finanzielle Machbarkeit nicht
aus den Augen zu verlieren.
Ziel ist es, im Herzen der Stadt Biel durch
die Umnutzung eines ehemaligen
Industriegeländes ein attraktives,
lebendiges Zentrum zu bilden: für das
Wohnen, Arbeiten und das Einkaufen.
3. Etappierung
In einer ersten Etappe sollen die
Voraussetzungen geschaffen werden, dass
das Gebiet der Esplanade rund um das
Kongresshaus neu gestaltet werden kann.
Dafür sind folgende Teilprojekte notwendig:
- Altlastentsorgung Gaswerkareal
- Landverkauf an Alpine Finanz
Immobilien AG
- Oberflächengestaltung Esplanade
Der Stadtrat hat die nachstehenden
Vorhaben beschlossen:
- Realisierung Kongresshausparking
durch Parking Biel AG
- Verpflichtungskredit für die Vorhaben
"Autonomes Jugendzentrum (AJZ)"
- Schaffung Spezialfinanzierung
Esplanade
Damit wird es möglich, auf gesicherten und
vom Stadtrat und den Stimmberechtigten
gutgeheissenen Projekten weiterzuplanen.
In der zweiten Etappe soll die Frage des
neuen Verwaltungsgebäudes behandelt
werden. Wegen der räumlichen
Zusammenhänge sind die Entscheidungen
bezüglich des neuen Verwaltungsgebäudes
bis Juni 2012 zu treffen.
Die zweite Etappe wird in zwei Teilschritten
gegliedert. Zuerst wird ein Projektierungskredit
für ein Baueingabeprojekt mit
Kostenvoranschlag für das neue
Verwaltungsgebäude auf der Esplanade
oder ein Kredit für die Durchführung eines
Studienauftrages und die Ausarbeitung
eines Baueingabeprojektes mit Kostenvoranschlag
für die Sanierung vom
Kontrollgebäude beantragt werden.
Hernach werden die Ausführungsvorlagen
erarbeitet.
Gleichzeitig ist dem Stadtrat eine
Devestitionsvorlage für die nicht mehr
benötigten Verwaltungsliegenschaften zu
unterbreiten.
Zudem muss über die Teiländerung der
Teilgrundordnung "Gaswerkareal"
entschieden werden.

II. Stadtratsbeschlüsse zu Parking,
AJZ und Spezialfinanzierung
Zur Realisierung der ersten Etappe des
Projektes "Esplanade" hat der Stadtrat
unter Vorbehalt der Genehmigung des
Verpflichtungskredites Altlastentsorgung
"ehemaliges Gaswerkareal" durch
die Stimmberechtigten folgende
Beschlüsse gefasst:
1. Parking
Der Stadtrat hat entschieden, die unschöne
Oberflächenparkierung auf der Esplanade
abzulösen und im Hinblick auf eine sinnvolle
Voraussetzung für die den Stimmberechtigten
vorgelegte Oberflächengestaltung
"Esplanade" die vorhandenen
Parkplätze in ein unterirdisches Parking mit
ca. 500 Parkplätze zu verlegen.
Das vom Stadtrat beschlossene Projekt
sieht ein unterirdisches Parking mit einer
Kapazität von etwa 500 Parkplätzen vor. Es
handelt sich um ein zweigeschossiges,
unterirdisches Parking. Die vertikale
Verbindung zwischen den beiden
Geschossen wird mit einem unter dem
nördlichen Baumhain gelegenen
Zwischengeschoss (Split-Level) und den
entsprechenden, seitlichen
Halbgeschossrampen hergestellt. Das
Parking wird ab dem Kreisel Silbergasse
erschlossen und in der Regel im
Einbahnverkehr befahren. Für die
Fussgängererschliessung ab dem neuen
Platz Esplanade stehen 4 Treppenhäuser,
davon zwei mit Liftanlage zur Verfügung.
Das entlang der Silbergasse gelegene
Baufeld des geplanten Neubaus des
Verwaltungsgebäudes überlagert das
Parking im südlichen Bereich. Dieser
Bereich wird in der Projektierungsphase des
Verwaltungsgebäudes an dieses angepasst
und überarbeitet werden müssen, was mit
dem Verlust von Parkplätzen verbunden
sein wird. Ein solcher Verlust von
Parkplätzen kann aber bei Bedarf durch
eine Vergrösserung des Parkings
kompensiert werden.
Die Baukosten für das Parking, welche auf
detaillierten Kostenvoranschlägen des
Ingenieurteams und der Haustechniksplaner
basieren, belaufen sich auf total CHF
28'000'000.-.
Es ist vorgesehen, dass die Stadt Biel die
Parking Biel AG mit der Erstellung und dem
Betrieb des Parkings beauftragt. Zur
Finanzierung soll die Stadt Biel der Parking
Biel AG ein unverzinsliches Darlehen von
CHF 3.0 Mio. und ein verzinsliches
Darlehen von CHF 5.0 Mio., beide aus der
Sonderrechnung Parkplatzwesen, zur
Verfügung stellen. Der restliche
Kapitalbedarf wird durch Eigenmittel der
Parking AG und durch Bankkredite
sichergestellt. Der Cash-Flow zusammen
mit den übrigen Parkhäusern wird es
erlauben, die Bankkredite bis 2025
zurückzubezahlen, worauf dann die Kredite
der Stadt zurückbezahlt werden können.
Sofern mit dem Bau Ende Oktober 2011
begonnen werden kann, sollte das Parking
im Dezember 2013 zur Benutzung bereit
sein.
1.1 Wirtschaftlichkeit und Finanzierung
Die Parking Biel AG wird von der Stadt Biel
beauftragt, als Bauherrin für die Erstellung
und den Betrieb des Kongresshausparkings
verantwortlich zu sein.
Die Erstellungskosten von CHF 28 Mio.
erfordern für die Finanzierung
ca. CHF 4 Mio. Eigenmittel und ca. 24 Mio.
Fremdmittel. Durch den Betrieb des
Parkings können CHF 21 Mio. verzinst
werden. Deshalb muss der Parking Biel AG
ein unverzinsliches Darlehen von
CHF 3 Mio. und ein verzinsliches Darlehen
von CHF 5 Mio. aus der Sonderrechnung
Parkplatzwesen zur Verfügung gestellt
werden. Die restliche Finanzierung erfolgt
durch Bankkredite. Damit die
Mehrwertsteuer maximal geltend gemacht
werden kann, dürfen keine à-fonds-perdu
Beiträge geleistet werden. Per 31.
Dezember 2009 verfügte die
Sonderrechnung Parkplatzwesen über ein
Guthaben von CHF 7,3 Mio. und der
jährliche Cash-Flow liegt über CHF 2 Mio.
Der Stadtrat hat gestützt auf Art. 21 des
Parkierungsreglements (SGR 7671.5) ein

verzinsliches Darlehen von CHF 5 Mio und
ein unverzinsliches Darlehen von CHF 3
Mio. der Parking Biel AG zur Finanzierung
der Erstellung des Kongresshausparkings
gewährt. Der Stadtrat ist gemäss Art. 27
Abs. 1 des Parkierungsregelements
zuständig für die Entnahmen von mehr als
CHF 1 Mio. und gemäss Art. 28 unterliegen
Entnahmen über CHF 3 Mio. in jedem Fall
und ausschliesslich dem fakultativen
Referendum.
Das Parking kann nicht erstellt werden,
wenn die Altlastsanierung von den
Stimmberechtigten nicht bewilligt wird.
2. Autonomes Jugendzentrum (AJZ)
Ebenfalls hat der Stadtrat einen Beitrag zur
Sanierung des AJZ beschlossen. Den
Betreibern werden CHF 2,8 Mio. zur
Verfügung gestellt. Mit diesen Mitteln
können sie die Coupole erweitern und
sanieren. Die Erweiterung ist notwendig,
weil das AJZ die heute von ihm genutzte
Villa Fantaisie der Stadt Biel zum Abbruch
überlassen muss.
Das vorliegende Projekt ersetzt die in der
Villa Fantaisie vorhandene Fläche nicht
vollumfänglich, deshalb ist das Projekt zu
optimieren. Sollte die Ersatzfläche um 100
m2 nicht erfüllt werden können, verpflichtet
sich die Stadt Biel dem Verein AJZ beim
Verlassen der Villa Fantaisie den
entsprechenden Ersatz bis max. 100 m2
anderweitig zur Verfügung zu stellen.
Inbegriffen sind auch die
Lärmschutzmassnahmen, welche der
Integration des AJZ in die
Oberflächengestaltung sicherstellen. Das
Projekt soll von den Betreibenden des AJZ
realisiert werden, wobei der Gemeinderat
das Projekt zur Wahrung der planerischen
und finanziellen Interessen zu genehmigen
hat. Für die Realisierung der Ausbaute
muss die Teilgrundordnung "Gaswerkareal"
angepasst werden.
3. Spezialfinanzierung
Für die Finanzierung der Projekte
Esplanade inklusive Altlastentsorgung wird
eine Spezialfinanzierung "Entwicklung
Esplanade" geschaffen. Eingelegt werden
sämtliche Buchgewinne aus den im
Zusammenhang mit der Realisierung des
Projekts Esplanade devestierten Parzellen
der Stadt Biel im Umfeld der Esplanade

Beschlüsse in Volkskompetenz:
A. Altlastentsorgung Gaswerkareal
Der Boden des ehemaligen Gaswerkareals
ist stark mit zum Teil sehr giftigen Abfällen
aus der ehemaligen Gasproduktion verunreinigt.
Auf Grund der aktuellen Versiegelung
der Fläche, welche eine Auswaschung
der Schadstoffe verhindert, konnte bisher
auf eine Sanierung des Areals verzichtet
werden. Im Rahmen von zukünftigen Bauvorhaben
wird die Stadt als Grundeigentümerin
jedoch dazu verpflichtet werden, die
Giftstoffe auszuheben und sachgerecht zu
entsorgen. Auf Grund der zu erwartenden
Auflagen durch das Amt für Wasser und
Abfälle im Rahmen der vorgesehenen Bauprojekte
und der vorliegenden Bodenuntersuchungen
wird für die Sanierung ein Verpflichtungskredit
von CHF 8 Millionen beantragt.
1. Ausgangslage
Die Geschichte der Gasversorgung begann
1862 mit der Gründung einer "Gasbeleuchtungsgesellschaft
von Biel". Anlass dazu
war ein Projekt für eine Strassenbeleuchtung
mit Gas. Erst gegen Ende des 19.
Jahrhunderts wurde das Gas auch für andere
Anwendungen wie Heizen und Kochen
eingesetzt. In der Folge wurde das Gaswerk
Biel in verschiedenen Ausbaustufen erweitertet
und erneuert. Ein letzter, umfassender
Umbau der Anlage in eine moderne Gasfabrik
fand zwischen 1931 und 1937 statt. Mit
der Gründung der Gasverbund Mittelland
AG und der damit verbundenen Realisierung
eines schweizweiten Leitungsnetzes in
den 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts
wurde die Gasproduktion in Basel
konzentriert. Die Produktion im Gaswerk
Biel wurde danach Ende 1967 eingestellt.
Die Werkanlagen wurden in der abgebrochen
und das Areal konnte bereits im Folgejahr
den Besuchern und Besucherinnen des
unmittelbar gegenüber entstandenen Kongresshauses
als Parkplatz zur Verfügung
gestellt werden.
Das Gas wurde überwiegend aus der Verschwelung
von Steinkohle sowie der Koksentgasung
gewonnen. Die Abfälle wurden
zum grossen Teil auf dem gewachsenen
Boden gelagert, aufgeschüttet oder sogar
vergraben. Dies führte dazu, dass die Böden
unter ehemaligen Gaswerkarealen in
beträchtlichem Masse mit Schadstoffen
belastet sind. Diese Stoffe sind, wie man
heute weiss, gesundheitsschädlich und es
muss verhindert werden, dass Mensch und
Tier mit ihnen in Kontakt kommen. Insbesondere
ist zu verhindern, dass diese Stoffe
in das Grundwasser gelangen.
Aus diesem Grund wurde dem Geotechnischen
Institut bereits 1991 der Auftrag erteilt,
ein Programm für die Untersuchung
der Böden zu erstellen und geeignete
Massnahmen zur Feststellung derer Verunreinigung
vorzuschlagen. In der Folge konnte
mittels Probebohrungen ein erstes Bild
der Verschmutzung erstellt werden. Im Jahr
1996 lag dann ein erstes Sanierungskonzept
vor. Dabei wurde davon ausgegangen,
dass mit dem allfälligen Bau eines Parkings
und mit dem dafür notwendigen Aushub der
überwiegende Teil des verunreinigten Bodens
entsorgt werden könnte.
In dieser Zeit fand eine rasante Entwicklung
hinsichtlich der Kenntnisse im Umgang mit
kontaminierten Böden statt. Dazu wurden
rechtliche Grundlagen geschaffen, welche
den Umgang mit diesen verunreinigten Böden
reglementieren. Dazu hat der Kanton
Bern 1999 einen Altlasten- und Verdachtsflächenkataster
erstellt, welcher bis heute
laufend ergänzt wird.
Auf Grund der bestehenden Untersuchungen
von Boden und Grundwasser im Bereich
des ehemaligen Gaswerkareals und
der zunehmenden Kenntnisse über das
physikalische und chemische Verhalten der
Giftstoffe im Boden, konnte bis heute auf
eine Sanierung des Areals verzichtet werden.
Durch die Versiegelung des Bodens für
die Parkplatznutzung war gewährleistet,
dass sich die im Boden befindlichen Stoffe
nicht weiter verbreiten, insbesondere nicht
in grossem Masse in das Grundwasser gelangen
konnten. Dies hat dazu geführt, dass
das Gaswerkareal als überwachungspflichtiges,
belastetes Areal, nicht aber als aktuell

sanierungspflichtige Altlast, eingestuft wurde.
Diese Situation ändert sich allerdings, sobald
die Asphaltfläche des Parkplatzes entfernt
und Wasser in den Boden versickern
kann. In erster Linie muss deshalb bei einem
Bauvorhaben auf diesem Areal der
benötigte Aushub sachgerecht entsorgt
werden. Es liegt aber im Ermessen des
Kantons (Amt für Wasser und Abfall, AWA),
die Entsorgung weiterer Flächen anzuordnen,
welche für das Bauvorhaben zwar
nicht benötigt werden, die aber stark kontaminiert
sind. Dies insbesondere dann,
wenn durch das geplante Bauvorhaben eine
spätere Sanierung des Bodens nicht mehr
möglich ist.
2. Das Projekt
Das heute als Parking genutzte ehemalige
Gaswerkareal Biel wurde bereits Anfangs
und Mitte der 90er Jahre auf standorttypische
Schadstoffe untersucht. Es liegen daher
umfangreiche Informationen über den
geologischen Aufbau sowie Art und Ausmass
der Belastungen des Untergrundes
vor. Im Hinblick auf die Planung des Bauprojektes
„Esplanade“ mit einer unterirdischen
Einstellhalle wurden die zahlreichen
im Bereich dieses Areals ausgeführten
Sondierungen und Analysen in ein digitales
3D-Modell übernommen. Durch die Verknüpfung
mit einer Datenbank wurde so
eine rasche und übersichtliche Darstellung
der räumlichen Verteilung der Kontamination
ermöglicht. Aufgrund der für Gaswerkareale
typischen Vielzahl der Schadstoffe
kann das Modell ferner eine schadstoffspezifische
Visualisierung der jeweiligen Konzentrationsverteilung
und der für die Ermittlung
der Entsorgungskosten massgeblichen
Materialkategorien nach den geltenden Vorschriften
erlauben. Im Rahmen von entsprechenden
Modellberechnungen wurden
sodann die aus Aushubkubaturen, deren
Belastungsgrad und die zu erwartenden
Entsorgungskosten ermittelt. Es sei jedoch
darauf hingewiesen, dass das Modell auf
punktuellen Kenntnissen des Untergrundes
beruht und die räumliche Ausbreitung der
Verunreinigungen mittels Interpolation errechnet
wurde. Erfahrungsgemäss kann
deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass
beim Aushub sowohl im positiver als auch
im negativer Hinsicht unerwartete Zustände
angetroffen werden.
Aufgrund des über mehrere Jahrzehnte
andauernden Betrieb eines Gaswerks ist
der Untergrund des Areals mässig bis stark
mit den standorttypischen
Kohlenwasserstoffen und Cyaniden
belastet. Schwermetalle, Benzole,
leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe
scheinen hingegen im vorliegenden Fall nur
eine untergeordnete Rolle zu spielen. Die
stärkste Verunreinigung des Bodens findet
sich im nördlichen Bereich des Areals.
Die Untersuchungen wurden dem kantonalen
Amt für Wasser und Abfall (AWA) zugestellt.
Auf dieser Basis wurden erste Gespräche
über den Umfang der Sanierung
und deren Umsetzung geführt. Auf Grund
dieser Gespräche mit dem AWA kann davon
ausgegangen werden, dass im Bereich
des Parkings nur der für das Bauwerk benötigte
Aushub sachgerecht entsorgt werden
muss. Hingegen ist davon auszugehen,
dass im nördlichen Bereich, zwischen dem
neuen Platz und den bestehenden Gebäuden
des Einkaufzentrums, eine grössere
Menge verunreinigtes Material ausgehoben
und entsorgt werden muss. Dies unabhängig
vom Aushubbedarf für die geplanten
Bauwerke. Abschliessende, verbindliche
Aussagen und Auflagen des AWA werden
allerdings erst im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens
vorliegen.
3. Kosten
3.1 Investitionskosten
Die Kosten beruhen auf einer Kostenschätzung
auf Grund der vorhandenen Unterlagen
über die Verunreinigung der Böden im
Sanierungsgebiet. Wie bereits erwähnt, sind
Kostenschätzungen bei Altlastsanierungen
mit erhöhter Unsicherheit verbunden.
Materialentsorgung CHF 6’800'000.00
Sanierungskonzept,
Aushubbegleitung
CHF 200'000.00
Zwischentotal CHF 7’000'000.00
MWSt. 7.6% (gerundet) CHF 532'000.00
Unvorhergesehenes,
Reserve
CHF 468'000.00
Total CHF 8'000'000.00

Die Kosten für die Altlastentsorgung werden
der Spezialfinanzierung Esplanade entnommen.
3.2 Beiträge
Es können keine Beiträge Dritter geltend
gemacht werden.
3.3 Jährliche Kapitalfolgekosten
Abschreibungen
4% des Verpflichtungskredites
von CHF 8'000'000.00
CHF 320'000.00
Zinsen
6% auf der Hälfte des
investierten Kapitals
CHF 240'000.00
Total jährliche
Kapitalfolgekosten
CHF 560'000.00
3.4 Abhängigkeiten
Dieser Kredit wird nur beansprucht werden,
wenn die Stimmberechtigten den
Verpflichtungskredit für die Oberflächengestaltung
"Esplanade" bewilligen.

B. Landverkauf an Alpine Finanz Immobilien AG
Die Schaffung einer neuen Stadtmitte nach
den Zielen des Projekts "Esplanade" umfasst
nicht nur die Aufwertung des öffentlichen
Raums, sondern betrifft auch die städtebauliche
Aufwertung der Ränder des zentralen
Platzes.
Dazu gehört u.a. eine Erweiterung des bestehenden
Shopping Central gegen den
Platz und die Überbauung des angrenzenden
Grundstücks mit hochwertiger Fassadengestaltung.
Die Liegenschaft Shopping Central gehört
der Alpine Finanz Immobilien AG, eine
Immobiliengesellschaft mit Sitz in
Glattbrugg (ZH), die bereit ist, das im Plan
eingetragene Grundstück Nr. 8417 mit rund
5'600 m2 Fläche zu übernehmen und in
Etappen zu überbauen.
Sie ist Eigentümerin von diversen modernen
Geschäftsimmobilien an bester Lage in Zürich-
West und diversen anderen attraktiven
Wirtschaftsstandorten in der Schweiz. Sie
ist fokussiert auf die Tätigkeiten Planung,
Bau sowie Vermietung und Verwaltung der
eigenen Bürogebäude. Der überwiegende
Teil der Geschäftsliegenschaften ist in eigener
Regie erstellt worden. Alpine Finanz
Immobilien AG investiert gezielt in eine
langfristige Werterhaltung der Objekte.
Die Käuferin wird die Gestaltung der Fassaden
ihres Bauprojekts mit den Fachstellen
der Stadt absprechen. Sie ist weiter bereit,
ihre Liegenschaften in den vorgesehenen
Nahwärmeverbund zu integrieren, sofern
dieser realisiert werden kann. Der Alpine
Finanz Immobilien AG ist auch bekannt,
dass auf der Nordseite des AJZ Nutzungseinschränkungen
bestehen.
Auf der Verkaufsparzelle sind 20'000 m2
Bruttogeschossfläche realisierbar, was bei
CHF 450.- / m2 BGF einen Bruttopreis von
CHF 9'000'000.- ergibt.
Parking und Oberflächengestaltung
Werden die beiden öffentlichen Projekte
nicht realisiert, kann der Landkauf rückgängig
gemacht werden.
Die Käuferin wird nach Eintritt der
Rechtskraft der diesbezüglichen Gemeindebeschlüsse
CHF 2'000'000 anzahlen und
den Restbetrag von CHF 7'000'000 nach
Baubeginn der Oberflächengestaltung
überweisen.
Vom Bruttoerlös gehen ca. CHF 130'000.-
Verkaufsnebenkosten ab. Somit kann die
Einwohnergemeinde einen Nettoerlös von
rund CHF 8'870'000.- erzielen. Abzüglich
des aktuellen Buchwertes von rund CHF
865'000.- resultiert ein Buchgewinn von
rund CHF 8'005'000, der in die Spezialfinanzierung
"Esplanade" übertragen werden
kann.
Weiter muss die Einwohnergemeinde als
Verkäuferin (und mit dem Gaswerk
damalige Verursacherin) die Entsorgung

von Altlasten im Boden übernehmen. Dies
erfolgt im Zuge der Erstellung des
öffentlichen Parkings "Esplanade", sodass
die Zone vor dem bestehenden "Shopping
Central" der Käuferin frei von Altlasten
übergeben werden kann. Die Kosten von
voraussichtlich CHF 2'000'000 sind in der
Vorlage "Altlastenentsorgung" enthalten.
Die Alpine Finanz Immobilien AG kann,
soweit sie dies wünscht oder aus
rechtlichen Gründen verpflichtet ist, ihren
durch das Umbau- und Neubauprojekt
zusätzlich benötigten Bedarf an Parkplätzen
gegen eine Entschädigung von CHF 5'000.-
pro Parkplatz an die Stadt Biel im
öffentlichen Parking ausweisen. Ihr werden
aber keine fest zugeteilten Plätze zur
Verfügung stehen.

C. Oberflächengestaltung Esplanade
Mit der Neugestaltung der Esplanade soll
ein grosszügiger Freiraum geschaffen werden,
welcher eine vielfältige Nutzung erlaubt
und hohe gestalterische Qualität aufweist.
Ein asphaltierter Platz beginnt direkt beim
Kongresshaus und erstreckt sich bis zur
Coupole und erlaubt, eingebunden in die
beiden Kultur- und Veranstaltungszentren,
sowohl die Durchführung von grösseren
Anlässen als auch eine vielseitige Nutzung
als Aufenthalts- und Aktionsbereich. Als
Gegensatz zur befestigten Fläche entsteht
zwischen der Coupole und der Neumarktstrasse
eine Parkanlage, welche
durch grosszügige Grünflächen und Baumpflanzungen
geprägt ist. Als drittes Element
des vorliegenden Projektes für die Neugestaltung
der Esplanade soll der bestehende
Garten hinter dem Kongresshaus saniert
werden. Die drei Anlagen ergänzen sich
zusammen zu einem den unterschiedlichsten
Anforderungen an den öffentlichen
Raum genügenden Ganzen.
Für die Neugestaltung der Esplanade mit
den Elementen Kongresshausgarten, Platz
und Park wird ein Verpflichtungskredit von
CHF 15'200'000.00 beantragt.
1. Ausgangslage
Als die Gasbeleuchtungsgesellschaft im
Jahre 1862 in Biel einen Standort für ihr
Unternehmen suchte, erwarb sie ein Landstück
in der Nähe des Bahnhofs von 1864
(am heutigen Guisanplatz) und nahe des
Bahnnetzes am Rand des Stadtzentrums.
Um das Gaswerkareal neu zu nutzen, entstand
1964 ein Planungsprojekt „City Süd“,
das für das Areal eine Kulturzone mit Freizeitaktivitäten,
Geschäften, Restaurants,
Grünflächen sowie einen Bahnhof für die
Regionalbusse vorsah. Das Projekt scheiterte.
Im Gefolge des Baus des Kongresshauses
und des städtischen Hallenbades wurde das
Gaswerkareal schrittweise stillgelegt und als
Parking umgestaltet, woraus sich die heutige
Situation entwickelte.
Heute umfasst das Gaswerkareal, von nun
als „Bereich Esplanade des Kongresshauses“
bezeichnet, eine Fläche von rund
16'300 m2, die im wesentlichen als Parkfläche
mit einer Kapazität von 642 Parkplätzen
genutzt wird, sowie der „Coupole“ als zentrales
Wahrzeichen, ein Überbleibsel des
Gaswerkes und Kulturstätte für die alternative
Bieler Szene.
Mit dem Abbruch der Gebäude der Sabag,
der Realisierung der neuen Wohnüberbauung,
der Erstellung der Sporthalle, der Verlegung
der Neumarktstrasse und der Fertigstellung
der Silbergasse zwischen der
Neumarktstrasse und der Zentralstrasse,
wurde das Areal Esplanade räumlich definiert.
Ausstehend ist noch die Realisierung
der Überbauung auf der Nordseite, anschliessend
an das bestehende Einkaufszentrum.
Zur Realisierung des Entwicklungspotentials
der Esplanade zur Büro-, Wohn- und Freizeitnutzung
bedarf es der Aufhebung der
Parkplätze und der Gestaltung der Flächen
als öffentlicher Freiraum. Dazu wurde 2007
ein offener Gestaltungswettbewerb durchgeführt.
Das Siegerprojekt aus diesem
Wettbewerb bildet die Grundlage für das
vorliegende Projekt zur Gestaltung der
Esplanade.

2. Das Projekt
Der Platz
Die Platzfläche erstreckt sich aus der Mitte
bei der Coupole über die Zentralstrasse bis
unmittelbar an die Stufen des
Kongresshauses und vom geplanten
Neubau der Alpinen Finanz AG bis zum
geplanten Verwaltungsgebäude. Die
Zentralstrasse wird in diesem Abschnitt zur
Begegnungszone und nur für den
Busbetrieb und die Velofahrer befahrbar
sein. Mit einer 4cm vertieften Belagsfläche
wird die Busspur dezent über den Platz
geführt. Die Platzfläche weist in der Ebene
einen gestockten und dadurch
grobkörnigen, attraktiv strukturierten
Gussasphaltbelag auf. In die Platzfläche
eingelassen sind fünf grosse, flache
Vertiefungen mit glatt belassener
Belagsoberfläche, die mit Wasser gefüllt
werden und grosse flache „Pfützen“ formen.
Diese Wasserlachen bilden Muster, Orte
und Attraktionen auf der weiten offenen
Fläche, inszenieren diese, laden
Wagemutige zum Spiel und im Winter als
Eisflächen ein. Die tiefschwarzen Mulden
sind zugleich grosse Spiegel, die am Tag
Wolkenbilder und in der Nacht die Lichter
der Stadt reflektieren. Das Regenwasser
wird in unterirdischen Zisternen gefasst und
als zeitweise sprudelnde Quelle wieder in
die Mulden eingespeist. Demontierbare
Sitzgelegenheiten unterstützen die Nutzung
des Platzes. Bei Veranstaltungen können
die Wasserlachen entleert und die Flächen
genutzt werden.
Ohne Verwaltungsgebäude soll auf dem
vorgesehenen Baufeld der "Fussabdruck"
als Platzkante nachgezeichnet werden. Der
Grundgedanke des aufgeworfenen
Erdgeschosses mit seiner Faltung, wie dies
beim Verwaltungsgebäude angedacht war,
soll beibehalten werden. Dadurch ist eine
Verbindung zur Erdgeschosslandschaft des
Kongressgebäudes lesbar.
Diese neue Landschaft gibt dem Platz
Esplanade einen Rücken und bereichert
diesen mit Podesten, welche
Sitzmöglichkeiten zum Platz bieten, wie
auch bühnenartige Situationen, welche
bespielt werden können. Öffnungen wie
Treppenausgänge und die Einfahrt des
Parkings werden aus dieser Platte
herausgefaltet. Um den Platz gegen die
Silbergasse abzuschliessen, werden die
offenen Felder durch eine
Bambusbepflanzung komplettiert.
Diese Gestaltung lässt eine allfällige
Realisierung eines Hochbaus zu einem
späteren Zeitpunkt jederzeit zu.
Die Mehrkosten sind im Kredit für das
Parking integriert.

Der Park
Der Park wird von einer grossen offenen
Rasenfläche geprägt, in die hinein kleine
Hügel gruppiert sind. Mehrstämmige
rotlaubige Bäume und Grosssträucher
werfen Schatten auf die Hügel, die wie
Inseln aus den Rasenflächen ragen. Als
Abschluss gegen die Neumarktstrasse
bildet ein blühender Staudengarten mit
einer Doppelhecke (Buche/Blutbuche) im
Rücken das Gegenüber zum Schüsspark.

Baumhaine
Zwei lange Baumfelder, - entlang der
Nordseite des Platzes und der Südseite des
Parkes - die sich am Platz der Coupole
überschneiden, fassen die Esplanade
seitlich. Die Coupole bildet dabei die
verbindende Mitte zwischen Platz und Park
und sorgt gleichzeitig für die Belebung des
Ortes. Die Baumhaine weisen eine hohe
Aufenthaltsqualität und eine stimmige, von
Farben, Licht und Schatten geprägte
Atmosphäre auf. Ahorne, Buchen, Eschen
und Linden in rot- und grünlaubigen Arten
und Sorten geben beiden Baumfeldern eine
unverwechselbare Identität und doch einen
gemeinsamen Ausdruck. Sitzbänke und
Trinkbrunnen laden zum Verweilen auf den
gekiesten Flächen ein. Frei versetzte
Parkleuchten spenden das notwendige Licht
bei Nacht.
Wege
Zwischen der Zentralstrasse und der
Neumarktstrasse wird entlang der Nordseite
des Platzes und des Parkes ein befestigter
Weg geführt, welcher Servicefahrzeugen,
Fahrrädern und Fussgängern zur Verfügung
steht, aber auch den Zugang zu der neuen
Überbauung entlang des Platzes
gewährleistet. Das bestehende Trottoir
entlang der Silbergasse wird im Bereich
Park aufgehoben, der Baumhain bis an die
Strasse geführt und ein befestigter Fussweg
im Baumhain erstellt.
Kongresshausgarten
Der Garten des Kongresshauses ist - wie
dieses selber - ein historischer Zeitzeuge
von hoher Qualität. Der Garten wird nach
den Originalplänen wieder hergestellt. Wo
dies aus spezifischen Gründen nicht
möglich ist, wird der Garten im Sinne und
Stil des Originals angepasst. Insbesondere
wird die Vegetation des Gartens nach
Bedarf erneuert. Der Garten bietet eine gute
Grundlage für die gewünschte
Erholungsnutzung im Zusammenspiel mit
den Nutzungen des Kongresshauses wie
auch des Schwimmbades. Durch die
Sanierung der Anlage und
Wiederherstellung der qualitätvollen
Bepflanzung wird er eine ideale Ergänzung
zu den neu erstellten grosszügigen Platzund
Parkanlagen, ein Quartier-Wohngarten
mit intimeren Räumen zwischen den
Wohnbauten und der Glasfront des
Hallenbades. Integriert werden auch
Spielplätze.
den Wohnbauten und der Glasfront des
Hallenbades.

Licht
Nachts werden die wichtigen Wegebeziehungen
zurückhaltend, jedoch ausreichend
beleuchtet: In den Baumhainen, entlang des
Fussweges Nord sowie im Kongresshausgarten,
stehen frei angeordnete Parkleuchten.
Die Coupole wird mit einer dezenten
Beleuchtung akzentuiert. Der nicht permanent
beleuchtete Platz kann bei Veranstaltungen
über eine Festbeleuchtung erhellt
werden. Für die Zentralstrasse wird die Beleuchtung
der angrenzenden Strassen weitergeführt.
3. Kosten
3.1 Investitionskosten
Die Kosten wurden auf Grund des Bauprojektes
mit Kostenvoranschlag ermittelt.
Preisbasis April 2010.
Kongresshausgarten Platz Park TOTAL
CHF CHF CHF CHF
Baumeisterarbeiten 635'000.00 4'619'000.00 2'109'000.00 7'363'000.00
Gärtnerarbeiten 633'000.00 590'000.00 578'000.00 1'801'000.00
Baunebenkosten 102'000.00 472'000.00 269'000.00 843'000.00
Elektro- und Sanitäranlagen 95'000.00 519'000.00 305'000.00 919'000.00
Honorare und Nebenkosten 388'000.00 1'315'000.00 748'000.00 2'451'000.00
Zwischentotal 1'853'000.00 7'515'000.00 4'009'000.00 13'377'000.00
MWSt. 7.6% (gerundet) 141'000.00 572'000.00 305'000.00 1'018'000.00
Unvorhergesehenes, Reserve 805'000.00
Total 1'994'000.00 8'087'000.00 4'314'000.00 15'200'000.00
Der vom Stadtrat bewilligte Projektierungskredit
ist im vorliegenden Kredit integriert.
Soweit vorhanden, werden diese Kosten der
Spezialfinanzierung Esplanade entnommen.
3.2 Beiträge
Es können keine Beiträge Dritter geltend
gemacht werden.

3.3 Jährliche Kapitalfolgekosten
Abschreibungen
4% des Verpflichtungskredites
von CHF 15'200'000
CHF 608'000.00
Zinsen
6% auf der Hälfte des
investierten Kapitals
CHF 456'000.00
Total jährliche Kapitalfolgekosten CHF 1'064'000.00
4. Termine
Mit der Sanierung des Kongresshausgartens
kann, vorausgesetzt der
Genehmigung des Projektes und der
Bewilligung des Verpflichtungskredites, im
Herbst 2011 begonnen werden. Es ist mit
einer Bauzeit von rund 10 Monaten zu
rechnen.
Mit der Gestaltung des Platzes kann erst
nach der Fertigstellung des Parkings
begonnen werden. Es ist von einer Bauzeit
von 15 Monaten auszugehen.
Die Gestaltung des Parkes kann ebenfalls
erst nach der Erstellung des Parkings
erfolgen. Die Bauzeit wird voraussichtlich
rund 9 Monate betragen.

Mit …Ja-Stimmen, bei …Nein-Stimmen und
… Enthaltungen empfiehlt der Stadtrat
Zustimmung zu folgendem
Beschlussesentwurf
A. Altlastentsorgung Gaswerkareal
Die Einwohnergemeinde Biel, nach
Kenntnisnahme der Botschaft des
Stadtrates vom…………… betreffend
"Esplanade – 1. Etappe –
A. Altlastenentsorgung Gaswerkareal;
B. Landverkauf an Alpine Finanz Immobilien
AG; C. Oberflächengestaltung Esplanade",
gestützt auf Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe c
der Stadtordnung vom 9. Juni 1996,
beschliesst:
1. Für die Altlastensanierung
Gaswerkareal wird ein
Verpflichtungskredit von CHF
8'000'000.00 zu Lasten der
Spezialfinanzierung Entwicklung
Esplanade bewilligt.
2. Eventuelle Kreditüberschreitungen, die
auf teuerungsbedingte
Mehraufwendungen und allfällige
Änderungen des Mehrwertsteuersatzes
zurückzuführen sind, gelten als
genehmigt.
3. Mit dem Vollzug wird der Gemeinderat
beauftragt. Er wird ermächtigt,
notwendige oder zweckmässige
Projektänderungen vorzunehmen, die
den Gesamtcharakter des Projektes
nicht verändern. Der Gemeinderat wird
ermächtigt, diese Kompetenz an die
zuständige Direktion zu delegieren.
Mit …Ja-Stimmen, bei …Nein-Stimmen und
… Enthaltungen empfiehlt der Stadtrat
Zustimmung zu folgendem
Beschlussesentwurf
B. Landverkauf an Alpine Finanz
Immobilien AG
Die Einwohnergemeinde Biel, nach
Kenntnisnahme der Botschaft des
Stadtrates vom…………… betreffend
"Esplanade – 1. Etappe –
A. Altlastenentsorgung Gaswerkareal;
B. Landverkauf an Alpine Finanz Immobilien
AG; C. Oberflächengestaltung Esplanade",
gestützt auf Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe c
der Stadtordnung vom 9. Juni 1996,
beschliesst:
1. Der Verkauf des Grundstücks Nr. 8417
an die Alpine Finanz Immobilien AG
wird genehmigt.
2. Der Buchgewinn von ca. CHF 8 Mio.
wird der Spezialfinanzierung
Entwicklung Esplanade zugewiesen.
3. Der Gemeinderat wird mit dem Vollzug
beauftragt und ermächtigt, die
Vertragsbedingungen festzulegen.
Insbesondere hat die Käuferin des
Grundstücks das Recht vom Vertrag
zurückzutreten, wenn die
Verpflichtungskredite für die
Oberflächengestaltung Esplanade und
die Altlastenentsorgung Gaswerkareal
nicht genehmigt werden.
Mit …Ja-Stimmen, bei …Nein-Stimmen und
… Enthaltungen empfiehlt der Stadtrat
Zustimmung zu folgendem
Beschlussesentwurf
C. Oberflächengestaltung Esplanade
Die Einwohnergemeinde Biel, nach
Kenntnisnahme der Botschaft des
Stadtrates vom…………… betreffend
"Esplanade – 1. Etappe –
A. Altlastenentsorgung Gaswerkareal;
B. Landverkauf an Alpine Finanz Immobilien
AG; C. Oberflächengestaltung Esplanade",
gestützt auf Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe c
der Stadtordnung vom 9. Juni 1996,
beschliesst:
1. Das Projekt "Oberflächengestaltung
Esplanade" wird genehmigt und dafür
ein Verpflichtungskredit von
CHF 15'200'000.00 zu Lasten der
Spezialfinanzierung Entwicklung
Esplanade, soweit vorhanden, bewilligt.
2. Eventuelle Kreditüberschreitungen, die
auf teuerungsbedingte
Mehraufwendungen und allfällige

Änderungen des Mehrwertsteuersatzes
zurückzuführen sind, gelten als
genehmigt.
3. Mit dem Vollzug wird der Gemeinderat
beauftragt. Er wird ermächtigt,
notwendige oder zweckmässige
Projektänderungen vorzunehmen, die
den Gesamtcharakter des Projektes
nicht verändern. Insbesondere hat er
allfällige Anpassungen im Bereich des
geplanten Verwaltungsgebäudes
vorzunehmen, falls dieses nicht
realisiert werden sollte. Der
Gemeinderat wird ermächtigt, diese
Kompetenz an die zuständige Direktion
zu delegieren.
4. Dieser Beschluss steht unter dem
Vorbehalt der Zustimmung zum
Verpflichtungskredit für die
Altlastenentsorgung Gaswerkareal.
Biel, …………………
Namens des Stadtrates
Der Präsident:
Thomas Lachat
Die Ratssekretärin:
Regula Klemmer



Das ist die neue Botschaft die zur Abstimmung kommt .


Während der Bauzeit des 28 mio Mega Parking -projekts soll die Ajz Wiese der Sportplatz zu einem Parkplatz mit Providuriun Charakter missbraucht werden , alle alten grossen Bäume werden gefällt und dann in einigen Jahren mit Bonsaibäumen ala Walserplatz ersetzt werden -

Die Vorlage sieht ja noch gut aus doch die letzten Sitzungen mit den Stadtvertretern und dem Architekturbüro Schäublin Zürich ( Parkhausplaner ) haben mich sehr Pessimistisch gestimmt da
viel Versprochen wurde und immer mehr gekürzt wurde und nun ein Projekt entsteht wo sicher viel mehr kostet als angenommen und viel billiger ausgeführt wird als uns versprochen wird .

Wenn die neue Innenstadt so aussieht wie die umliegenden Bauten dann gute Nacht entfremdende Architektur die nur zu Rendite Zwecke gebaut wird und aussieht wie ein Gefängnis , viel Beton viele neue Geschäfte ( wer mietet sich da ein ? ) die selben wie im Stadion wo keine Mieter in Sicht sind .

Viel Geld das da hin und hergeschoben wird und in 20 Jahren haben wir hier eine Betonwüste mit VIP Parplätzen und kein Platz mehr für Alternative Kultur .

Kein Fussballplatz mehr der öffentlich zu gängig ist . eine Tiefgarage die nur rentiert wenn das Verwaltungsgebäude kommt und die Stadt zu überissenen Preisen Parkraum mietet für Ihre Beamte , Archivräume in der Grundwasserzone in der Tiefgarage für das Verwaltungsgebäude für 900 SFr der Quadratmeter was Schweiz weit überissen ist also eine reine Quersubventionierung damit die wahren kosten verschleiert werden können .

Ich Denke das wird wie das Kongresshaus ein Fass ohne Boden beim Bau zufiel gespart da die Menschen es sonst ablehnen würden und dann ständig nach gebessert werden muss .

am 7. Dezember wird es eine Ajz VV geben und der Verein ist gefordert zu den Vorschlägen der Stadt Stellung zu beziehen .

Ich hoffe es entsteht hier eine Diskussion um das Projekt schaut was das für eine Zukunft wird ein neues Innenstadtquartier dominiert von Orange das aussieht wie ein Hochsicherheitsknast .
Nebenan Renditeschachteln der Bachmannstiftung wo dann die Stadt überteuerte Wohnungen für Sozialhilfeempfänger Mieten kann und eine riesige neue Ladenfläche der Alpina invest wo sich dann mangels Mieter billig Basare ,Plastikshops und andere Läden wo sicher niemand darauf wartet ein-mieten .
Die Ladenzeile der Bachmann Stiftung ist nach 2 Jahren immer noch leer ausser dem Denner ...
Bracherüberbauung stehen auch nach 4 Jahren noch Wohnungen leer ausser dem Städischen Altersheim .

Den Alten ( unseren ) Alten wird übrigens der Durchgang durch den Bracher Park verwehrt ,
es ist ein öffentlicher Weg gemäss Baurecht wurde mir vom Architekten der den Bau plante mitgeteilt doch mangels Potenten Mietren wurden Etageneigentümmer angelockt mit dem Versprechen der Weg würde nachträglich Privatisiert und die Alten Menschen vom Altersheim dürfen den öffentlichen Weg nicht benützen sie werden von renitenten " guten " Steuerzahlern regelmässig vertrieben .

Das passierte übrigens auch an einer offiziellen Führung mit Interessierten an dem Esplanade Projekt .
Ich der Architekt und Architekturinteressierte wurde mit der Polizei gedroht wenn wir den nach wie vor öffentlichen Weg an der Schüssentlang nochmals betreten würden .
jemand hat sogar widerrechtlich ein Privatwegschild montiert ..... schönes neues Biel .

Ich ahne übles mit dem neuen Megaprojekt von Klopfenstein + Kuonen ( wir grüssen das Wallis ..)
und Co bin selber enttäuscht von den Chefs der Sp in Biel das solche -zustände einfach geduldet werden und nur noch das Geld regiert in Biel .


Weiter Infos werden folgen .

Auch wenn wir nichts ändern können mich wurmt was hier seit der Expo abgeht überall mehr Beton ständig steigende Mieten schöne Plätze wie der Expopark werden Jahrelang für die Menschen gesperrt aber Beton -plätze werden gebaut wie verrückt ....
Siehe am See Schifflänte .
Nur noch Reiche Steuerzahler sollen angelockt werden und Arbeiterquartiere in Biel werden von der Immopresse zu Slums und Gettos degradiert wo ja nur Ausländer Wohnen danke für die Einsicht das die Sp nun zu einer FDP Fraktion mutiert der Fdp vertreter eigentlich in die Svp müsste und die Grünen zum Machterhalt auch noch mittragen das die ehemalige Stolze Arbeiterstadt Biel- Bienne nun zu einem Vorort von Zureich mutiert und eine Schlafstadt für reiche werden soll .

Wann werdet ihr merken das Mann Geld nicht Essen kann .
Wann merken die Bieler/Innen das Biel ein Dorf ist mit 50 000 Einwohnern und sich eine Regierung Leistet wo der Stapi mehr Verdient als in jeder anderen Schweizerstadt Logisch muss da der Rubel Rollen .

Ach ja übrigens Wohnen in der Stadt ist kein Menschenrecht wie es ein Immovertreter am TV erzählt , wer sich die überissenen Mieten nicht Leisten kann soll aufs Land 2 h Arbeitsweg sind nicht viel sei froh hast du überhaupt Arbeit .

Arbeiterlöhne Stagnieren, Mieten und KK Prämien steigen das soziale Gefüge Implodiert doch
es gibt feine Pillen zum einehmen dann dürfen wir in der Bunte Konsumwelt Spazieren gehen
und uns Freuen was es alles gibt wenn man es sich Leisten kann. Das kommt dann allen wieder zugute da die Chemiegiganten ja sehr gute Steuerzahler sind und ihre Vertreter dann in den Neuen Bieler VIP Quartiern Wohnen .

mein Votum als Sozialneider... einer der es nicht geschafft hat einer der weiss das man Geld nicht Essen kann und es im kleinen wie im grossen ist also wer jetzt alles Menschenunwürdig Verbaut bekommt auch solche Menschen als Mitbewohner .

Doch Hauptsache der Rubel rollt dann sind unsere Führer Glücklich und wir dürfen uns mit ihnen Freuen den preis zahlen ja dann die anderen die das ganze ausbaden dürfen .

Mich erinnert das ganze an das Märchen - des Kaisers neue Kleider, nur sehe ich keine Kinder die da rufen " der ist ja Nackt .
Blaubär mit Option zum Eisbär .
mani
 
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Registriert: Do Dez 22, 2005 11:50 am
Wohnort: Bienne

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